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Es wird Zeit für die kostenlose Rufnummernmitnahme / Rufnummernportierung

Rufnummernmitnahme
Liebe Bundesnetzagentur, es wird allmählich Zeit die kostenlose Rufnummernmitnahme / Rufnummernportierung einzuführen. Die Mobilfunkanbieter erheben seit Einführung der Portierungsgebühren die Kosten für eine Rufnummernmitnahme der Mobilfunknummer von 25 – 30 Euro. Es gab in der Vergangenheit auch vereinzelt Mobilfunkanbieter die ca. 20 Euro verlangten. Mittlerweile haben sich aber 29,95 Euro etabliert. Diese Portierungskosten für Mobilfunknummern wurde irgendwann mal eingeführt. Lange ist es her.

Am 13. Juli 2006 hat dann der Europäische Gerichtshof ein Urteil zur Rufnummernmitnahme gefällt:

… dass die nationalen Regulierungsbehörden eine Preisobergrenze für die vom Mobilfunkkunden an den alten Anbieter zu zahlenden Gebühren festlegen dürfen. Der Preis muss kostenorientiert sein und darf nicht abschreckend wirken.

Als dieses Urteil 2006 gefällt wurde, betrug die durchschnittliche monatliche Handyrechnung eines Mobilfunkkunden mindestens 30 Euro. Mittlerweile gibt es 10 Euro Tarife wie Sand am Meer mit denen viele Kunden Glücklich werden, aber die Kosten für die Mitnahme der Rufnummer sind gleich geblieben.

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Die Kosten der Rufnummernmitnahme sind abschreckend

Der ein oder andere mag die Kosten der Rufnummernportierung mit dem Mehraufwand begründen, den die Mobilfunkanbieter haben, wenn sie sich um die Abwicklung der Rufnummernmitnahme eines Kunden kümmern. Aber welcher Vorgang einer Rufnummernmitnahme sollte die Kosten von 30 Euro rechtfertigen?

Den größten Aufwand hat der Kunde selbst, indem er (bei manchen Anbietern) ein Portierungsformular ausfüllt. Modernere Mobilfunkanbieter können das schon ohne Formular. Dort muss man aber den Kundenservice bescheid geben, damit diese die Freigabe der Rufnummer (Opt-In) erteilt. OK, in den Anfängen der Rufnummernportierung musste häufiger ein Kundenbetreuer die Rufnummernmitnahme eines Kunden überwachen. Die Abläufe der verschiedenen Mobilfunkanbieter und Discounter waren noch nicht aufeinander abgestimmt. Jeder Mobilfunkanbieter kochte da sein eigenes „Süppchen“ und man traf sich dann irgendwo in der Mitte.

Heute ist alles standardisiert und läuft mittels Datenleitung. Für was also wird dem Kunden unverhältnismäßige 30 Euro berechnet? Das sind bei vielen Mobilfunkkunden mindestens drei monatliche Handyrechnungen.

Vergleich aus einer anderen Branche

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Wenn man mal das Beispiel einer Rufnummernportierung im Mobilfunk, mit einer Domainübertragung / Domainumzug vergleicht, dann muss man deutlich sagen, das die geforderten 30 Euro für die Rufnummernmitnahme nicht nur abschreckend wirken, sie sind auch Wucher.

Eine Domain kann man völlig kostenfrei von einem Anbieter zum anderen umziehen oder jemand anderem Übertragen. Dafür werden keine Portierungsgebühren fällig.

Domain-Transfer

Es gibt in einigen Fällen zusätzliche Sicherungsmaßnahmen, mit denen ein unautorisierter Domain-Transfer verhindert werden soll. Bei einigen Domains (z. B. .de, .com, .net, .org, und viele mehr) ist die Angabe eines so genannten Autorisierungscodes (engl.: authorisation code) zur Einleitung eines Domain-Transfers erforderlich. Diese 6 bis 16 Zeichen umfassende Sequenz erhält man auf Anforderung vom aktuellen Registrar. Einige Domains (z. B. .com, .net) können sich im Status Registrar-Lock befinden. Bevor irgendwelche Änderungen möglich sind, muss der Domaininhaber den aktuellen Registrar veranlassen, den Status auf Active zu setzen.

Das ist der Standard in der Domain-Branche. In der Mobilfunk-Branche ist das nur Zukunftsmusik, wenn überhaupt. Eine Domainübertragung kann in wenigen Minuten vom Kunden bzw. Domaininhaber selbst über die „Bühne“ gebracht werden. Im Mobilfunk kann der Kunde nur die Portierung seiner Rufnummer in Auftrag geben. Danach heißt es warten. Die Rufnummernportierung, von einem Mobilfunkanbieter zum anderen, dauert oft mehrere Tage oder Wochen. Das ist auch nicht mehr Zeitgemäß.

Fazit:

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Die Bundesnetzagentur sollte die längst überfällige kostenlose Rufnummernportierung / Rufnummernmitnahme für Mobilfunknummern einführen! Die Kosten der Rufnummernportierung steht in keinem Verhältnis zum Nutzen und sie wirken mehr als abschreckend. Hin und wieder gibt es Kunden die Zwangsgekündigt werden, sei es durch die Insolvenz des Mobilfunkanbieters oder durch Eigenverschulden und somit die Portierungskosten notgedrungen bezahlen müssen, um ihre Rufnummer behalten zu können. Wie man eine kostenlose Portierung realisiert, sieht man anhand von Domains. So sollte auch eine kostenlose Rufnummernmitnahme bei Mobilfunknummern möglich sein.

Update der Bundesnetzagentur vom 11.08.2017

Die Bundesnetzagentur hat die Anfrage zur kostenlosen Rufnummernportierung beantwortet. Hier ein Auszug der wichtigsten Passagen. Insgesamt ist das natürlich eine völlig unbefriedigende Antwort. Das Schreiben der BNetzA wird nicht kommentiert, da es sich einfach nicht lohnt. Es kann sich jeder selbst seine eigene Meinung dazu bilden.

vielen Dank für Ihre E-Mail, mit der Sie über die Höhe des Portierungsentgeltes beschweren.


Die BK2 ist derzeit der Auffassung, dass jedenfalls Portierungsentgelte oberhalb einer Grenze von 29,95 € inkl. MwSt je Portierungsfall grundsätzlich nicht zu rechtfertigen sind. Diese Grenze war auch in einem früheren Verfahren zu Portierungsentgelten im Bereich der Mobilfunkdienste festgestellt worden. In den Fällen, in denen bisher versucht worden ist, ein Portierungsentgelt von mehr als 29,95 € inkl. MwSt in Rechnung zu stellen, ist die BK2 eingeschritten. In diesen Einzelfällen haben die jeweiligen Unternehmen ihre Forderungen im Ergebnis auf das anerkannte Maß reduziert.
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Wenn Ihnen das Portierungsentgelt zu kostenintensiv ist, haben Sie auch die Möglichkeit, auf die Portierung zu verzichten und sich eine neue Rufnummer zuteilen zu lassen.
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Insofern müssten Sie entscheiden, was Ihnen die Beibehaltung Ihrer Rufnummer wert ist.
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Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team Anbieterwechsel

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