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Die Fußball-Nationalmannschaft mit den meisten Migranten

Fußball-Nationalmannschaft
Jetzt ist gerade wieder die Fußball-Europameisterschaft im Gange und dem ein oder anderen Fußball-Fan wird nicht entgangen sein, das manche Nationen sehr viele Migranten in der Mannschaft haben. Besonders auffällig sind die Fußball-Nationalmannschaften aus Frankreich, Belgien, England, Deutschland und vor allem die Schweiz. Wen würden eigentlich die Schweizer aufstellen, wenn die Migranten nicht wären? Zum Glück gibt es ja noch das ehemalige Jugoslawien und Albanien, von denen sich einige den Schweizern angeschlossen haben und das zum Leidwesen u.a. der Albanischen Nationalmannschaft. Denn, wo würde die Albanische Fußball-Nationalmannschaft heute stehen, wenn sich alle für ihr Heimatland entschieden hätten?
Ähnliche Fälle gibt es auch bei anderen Ländern, aber nicht so Krass wie das Schweizer Beispiel.

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Wunschkonzert Fußball-Nationalmannschaft

Immer mehr Länder suchen nicht nur in den eigenen Ligen nach Nachwuchs für ihre Fußball-Nationalmannschaft, sondern halten auch Ausschau nach Spielern in anderen Ligen um ihre Mannschaften zu stärken. Da werden dann schon mal die Ahnenforscher eingesetzt um eine Entscheidung zugunsten einer Nation zu legitimieren. Aber nur wenn man sich auf Ahnen berufen kann. Wenn nicht, dann macht das auch nichts.
Finanziell werden die Spieler schon geködert und dem Fan wird erklärt, das dies eine ereignisreiche Entscheidung war, die den Erfolg der Nationalmannschaft erhöhen wird. Das freut dann auch den Fußball-Fan.
Die Fußballverbände dieser Welt sind sehr kreativ wenn es darum geht Spieler in der eigenen Fußball-Nationalmannschaft unterzubringen. Einbürgern um jeden Preis, auch wenn es nur ein kurzer Aufenthalt sein wird.

Die Gier des Erfolgs

Wer glaubt, das alles hätte etwas mit einer Zuneigung zu einer Nation zu tun, der irrt. Hier verspricht man sich seitens der Verbände einen Erfolgsschub für die eigene Fußball-Nationalmannschaft. Was genau die Absichten der Spieler ist, kann niemand so genau sagen. Es haben aber schon einige Spieler angedeutet, das sie sich mit der Wahl zur neuen Fußball-Nationalmannschaft besser gestellt haben als ihr Stammbaum es eigentlich hergibt. Das wird natürlich nicht so deutlich gesagt, denn damit würde man ja als berechnender Abzocker für die einen und als Verräter für die anderen, sich den Unmut beider Nation zuziehen.
Wobei, die Wahl der Fußball-Nationalmannschaft sollte man sich ohnehin sehr gut überlegen, siehe das angesprochene Beispiel der Schweiz.
Man wird den Eindruck nicht los, das einige Spieler mit Migrationshintergrund sich scheinbar für das falsche Land entschieden haben. Hätten sich die Spieler für die Albanische Fußballnationalmannschaft entschieden, wäre bei der Fußball-Europameisterschaft 2016 vielleicht mehr für Albanien und damit die Spieler drin gewesen. Aber alles hätte, wenn und aber nützt nichts, denn man hat schließlich nur eine Wahl. Zumindest als Migrant.

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Auch der DFB sucht mittels Ahnenforscher

Kann sich noch jemand an Paulo Rink von Bayer Leverkusen erinnern? Man spottete damals allgemein: der wurde deutscher Nationalspieler, da seine Oma einen deutschen Schäferhund besaß.
Gleich nach dem ersten Jahr seines Aufenthalts in Deutschland, wurde er für die deutsche Nationalmannschaft eingebürgert. Bei Wikipedia steht:

„Rink konnte die deutsche Staatsbürgerschaft beantragen, da sein Urgroßvater 1904 von Heidelberg nach Brasilien ausgewandert war. Für die deutsche Fußballnationalmannschaft spielte Rink von 1998 bis 2000 insgesamt 13 Mal und stand im Kader der Nationalmannschaft beim Konföderationen-Pokal 1999 und der Fußball-Europameisterschaft 2000“

„Während Rink beim Konföderationen-Pokal 99 noch zu nur zwei Einwechselungen kam, war er ein Jahr später während der EM der einzige DFB-Angreifer unter Erich Ribbeck, der in allen Vorrundenspielen zum Einsatz kam. Als Tabellenletzter der Gruppe 1 schied die deutsche Mannschaft enttäuschend aus dem Wettbewerb aus.“

„Paulo Rink konnte sich in der Nationalmannschaft nie durchsetzen. In zwei Spielen stand er über die vollen 90 Minuten auf dem Platz.“

Was man auch nochmal deutlich erwähnen muss ist das Paulo Rink in diesen 13 Spielen kein einziges Tor geschossen hat, obwohl er gelernter Stürmer ist.
Hat diese Einbürgerung irgendeinen Vorteil für Deutschland gebracht?
Nein, denn Paulo Rink hat fünf Jahre nach seiner Einbürgerung seine fußballerische Welt-Tournee aufgenommen. Nach Griechenland, Holland und Südkorea lebt Paulo Rink heute wieder in seiner Geburtsstadt Curitiba in Brasilien. Dort hat er eine Stiftung für benachteiligte Kinder gegründet. Sein Lebensmittelpunkt war und ist Brasilien.

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Von „Deutsche Nationalmannschaft“ zu „Die Mannschaft“

Ist das vielleicht auch der Grund für den selbstgewählten bzw. laut BILD von Angela Merkel vorgeschlagenen Spitznamen „Die Mannschaft“, da es tatsächlich sehr schwierig geworden ist, diesen Nationenmix als Nationalmannschaft zu bezeichnen? Der Trend und die Vorgaben der deutschen Regierung sind aktuell ohnehin weg von dem verpönten National. Die Marketingabteilung des DFB hat damals umgehend reagiert und schon 2015 damit begonnen die Marke „Die Mannschaft“ beim Deutsche Patent- und Markenamt anzumelden. Das seitens des DFB und den Spielern kein Widerspruch zu diesem Namensvorschlag erfolgte, ist sehr befremdlich. Sie wollten sich wohl nicht mit dem Regierungssystem anlegen.

Diese Fußball-Nationalmannschaften haben die meisten Migranten

Zur Fußball-Europameisterschaft 2016 darf jede Nation 23 Spieler nominieren. Hier sind die Nationen mit den meisten Migranten in der Fußballnationalmannschaft:

Schweiz (14): Johan Djourou, François Moubandje, Ricardo Rodríguez, Valon Behrami, Blerim Džemaili, Gelson Fernandes, Xherdan Shaqiri, Shani Tarashaj, Granit Xhaka, Denis Zakaria, Eren Derdiyok, Breel Embolo, Admir Mehmedi, Haris Seferović

Frankreich (12): Steve Mandanda, Patrice Evra, Eliaquim Mangala, Adil Rami, Bacary Sagna, Samuel Umtiti, N’Golo Kanté, Blaise Matuidi, Paul Pogba, Moussa Sissoko, Kingsley Coman, Anthony Martial, (Dimitri Payet)

Belgien (12): Jason Denayer, Christian Kabasele, Jordan Lukaku, Radja Nainggolan, Axel Witsel, Marouane Fellaini, Mousa Dembélé, Romelu Lukaku, Yannick Carrasco, Divock Origi, Christian Benteke, Michy Batshuayi

Deutschland (9): Mesut Özil, Emre Can, Jerome Boateng, Lukas Podolski, Shkodran Mustafi, Sami Khedira, Leroy Sané, Mario Gómez, Jonathan Tah (Nachnominiert für Antonio Rüdiger)

Portugal (8): Anthony Lopes, Pepe, Raphaël Guerreiro, Eliseu, Danilo Pereira, William Carvalho, Renato Sanches, Adrien Silva

England (8): Ryan Bertrand, Nathaniel Clyne, Danny Rose, Chris Smalling, Dele Alli, Raheem Sterling, Marcus Rashford, Daniel Sturridge

Österreich (7): Ramazan Özcan, Aleksandar Dragović, György Garics, David Alaba, Marko Arnautović, Zlatko Junuzović, Rubin Okotie

Schweden (6): Robin Olsen, Martin Olsson, Jimmy Durmaz, Erkan Zengin, Zlatan Ibrahimović, Emir Kujovic

Italien (4): Angelo Ogbonna, Stephan El Shaarawy, Thiago Motta, Éder Citadin Martins

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Diese Fußball-Nationalmannschaften haben wenig / keine Migranten

Diese Nationen haben sehr wenig bis gar keine Migranten in ihrer Fußballnationalmannschaft:

Spanien, Polen, Ungarn, Wales, Nordirland, Irland, Rumänien, Island, Kroatien, Albanien, Türkei, Griechenland, Serbien, Slowenien, Tschechien, Slowakei, Bosnien Herzegowina, Russland, Ukraine und einige mehr.

Quellangabe (Bildzitat): AFP/GettyImages – DFB.de

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