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Erfahrung und Bewertung: Deutsche Post Filiale (DHL) in Frankfurt

Deutsche Post Filiale (DHL) in Frankfurt

Die Deutsche Post, einst ein Staatsunternehmen (Deutsche Bundespost) und heute eine Aktiengesellschaft (Deutsche Post AG), dessen Aktienkurs gerade auf dem Weg zu einem neuen Höchststand ist.

Der ein oder andere Post-Kunde wünscht sich, angesichts der guten Zahlen auf dem Börsenparkett, das sich die Mitarbeiterzahl in den Postfilialen ähnlich zu der Aktie an der Börse entwickelt, nämlich stark steigend. Laut dem letzten Geschäftsbericht hat die Deutsche Post AG den operativen Gewinn des Konzerns um 45 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro gesteigert. Der Vorstand und die Aktionäre sind in Feierlaune.

Doch den Kunden der Deutschen Post in ganz Deutschland ist das Lachen und Feiern schon seit Jahren vergangen. Die Deutsche Post AG schiebt die katastrophalen Zustände in ihren Filialen schon seit Jahren vor sich her. Die Postfilialen werden mit einer Art Not- oder Mindestbesetzung an Personal ausgestattet, so dass die Filialen gerade so geöffnet werden können. Wie lange dann die Kunden anstehen oder die Mitarbeiter verbraucht werden, ist den Vorständen und Aktionären egal.

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Erfahrungen aus einer Postfiliale in Frankfurt am Main

In der Frankfurter Saalburgallee (Stadtteil Bornheim) gibt es eine relativ große Postfiliale (Hauptfiliale). Die Postfiliale ist mit allem Komfort ausgestattet (Postbank, Packstationen, Postfächer usw.) und bietet die Möglichkeit, Kunden an neun bis zehn Postschaltern gleichzeitig zu bedienen. Das ist auch nötig, da vor anderthalb bis zwei Jahrzehnten sämtliche Postfilialen in den umliegenden Stadtteilen geschlossen wurden und viele Menschen nun zu dieser Postfiliale in der Saalburgallee gefahren kommen. Damals sagte man den fragenden Post-Kunden noch, das man nur nach besseren Standorten für neue Postfilialen suche. Heute weiß man, das war nie vorgesehen und sollte nur die aufgebrachten Menschen beruhigen.

Angesichts der Kundenzahlen, die da mittlerweile zusammenkommen, eine große Herausforderung. Nicht nur für die Deutsche Post AG, sondern auch für die Menschen, die in eine solche Postfiliale mit einem Anliegen müssen. Wer gedacht hätte, das die Post ihre Filialen nur zusammenstreicht, dafür aber das Personal in den anderen Postfilialen aufstockt, der irrt gewaltig.

Im Durchschnitt sind von den insgesamt neun bis zehn Postschaltern nur zwei Schalter für z.B. Postsendungen, Briefmarken, Post-Ident Verfahren, Pakete, Päckchen und dergleichen geöffnet und ein Schalter für Kunden die Bank- oder Finanzgeschäfte abwickeln wollen. Wenn der Mitarbeiter an dem Bank-Schalter einen guten Augenblick hat, dann hilft er auch mal unterstützend den Kollegen für Postsendungen mit aus und bedient Postkunden. Darauf sollte man sich aber als Kunde auf keinen Fall verlassen.

Brenzlig wird es zu Stoßzeiten. Es ist mittlerweile schon zum Standard geworden, das diese drei Mitarbeiter den Kundenansturm zu Stoßzeiten abarbeiten müssen. Deshalb ist es keine Seltenheit das man extrem lange Wartezeiten (Mittagspause reicht oft nicht aus) in Kauf nehmen muss. Die Mitarbeiter der Postfiliale haben auch schon mal glücklichere Tage gehabt. Das war aber nicht bei der Arbeit in dieser Post-Filiale. Die Post-Mitarbeiter versuchen dem Stress mit ihrer ganz eigenen Art entgegenzusteuern, in dem sie gemütliches Beamtentempo an den Tag legen. Den Mitarbeitern in dieser Filiale kann man sprichwörtlich „beim Laufen die Schuhe besohlen“. Man muss aber fairerweise dazu sagen, das dies vermutlich nur eine Schutzmaßnahme der Mitarbeiter ist, sonst würde man in der Postfiliale den einen oder anderen Herzinfarkt erleiden.

Dementsprechend sind die Warteschlangen bis raus auf die Straße und ganz besonders stark an Weihnachten und zwischen den Jahren. Während dieser Zeit sollte man alles was mit der Post zu tun hat meiden!

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weitere Mitarbeiter der Postfiliale

Natürlich arbeiten in einer solchen Postfiliale viel mehr Menschen als die drei aden Postschaltern. Deshalb sollte man sich nicht wundern, wenn man neben den drei Mitarbeitern am Schalter noch viele andere Mitarbeiter sieht, die um den Schalter herumwuseln, aber den wartenden Kunden keines Blickes würdigen. Das Bild trügt natürlich, wenn zeitlich ungebundene Postbank-Angestellte einen sozialen Rundgang zu den Postmitarbeitern machen, um sich lachend und scherzend Informationen auszutauschen.

Das wirkt auf den schon länger wartenden Kunden natürlich befremdlich und kann den einen oder anderen Kommentar der Kundschaft zu Tage befördern. Das hat aber seine Richtigkeit, da es zwei völlig verschiedene Unternehmen sind. Bis auf die Postangestellten, die auch Bank- und Finanzgeschäfte abwickeln, haben die Postbank-Mitarbeiter keine Doppelfunktion und machen dementsprechend auch keinen Finger für Postkunden krumm. Es ist schon interessant, das die Post als Dienstleister der Postbank fungiert und Bankgeschäfte wie Ein- und Auszahlungen abwickelt. Der Postbankangestellte aber nicht in der Lage ist einer älteren Frau zu erklären, wie sie Briefmarken am Briefmarkenautomaten kauft.

weitere Probleme mit der Post

Auch erwähnenswert ist das auffällig häufige nicht finden von Postsendungen. Klassischer Fall: Die Zustellung der Postsendung scheitert an der Haustür. Der Postbote hinterlässt eine Benachrichtigung der Sendung im Briefkasten des Empfängers. Der Postkunde (Empfänger) geht innerhalb der angegeben Zeit in die Postfiliale um die Postsendung abzuholen.

Ein Vorgang der oft ohne Problem von statten geht. Doch es häufen sich die Beschwerden darüber, dass die Postsendungen nicht von den Postmitarbeitern in der Filiale gefunden werden. Was macht man nun, wenn der Post Mitarbeiter sagt, er findet die Sendung nicht? Zwingen kann man ihn schließlich nicht. Wenn es ganz blöd läuft (nicht selten) wird die Sendung an den Absender zurück geschickt, obwohl sie in der Filiale gelegen hat. Das habe ich selbst schon mehrfach erlebt.
Deshalb sollte man nach einem Tag nochmal zu dieser Postfiliale hingehen und nochmal danach suchen lassen. Oft sind die Mitarbeiter so überlastet und Müde, dass sie die Sendung nicht finden wollen oder können. Zumal ein zweiter Suchversuch auch günstiger sein kann.

Streik, Betriebsversammlung und Co.

Als wäre das alles noch nicht genug werden die Postfilialen gefühlt mehrere Male im Jahr und in regelmäßigen Abständen bestreikt und genauso häufig werden Betriebsversammlungen abgehalten. Das mag alles seine Richtigkeit haben, schließlich gibt es ja bei der Post sehr viel zu besprechen. Doch auch hier sieht sich die Deutsche Post nicht im Stande für ausreichend alternativen zu sorgen. Weder gibt es Vertretungspersonal noch gibt es einen Hinweis auf eine nächstgelegene Vertretungsfiliale oder ähnliches. Die Postfiliale bleibt einfach geschlossen. Es gibt nur einen Aushang zu lesen, das die Filiale aus diesem oder jenem Grund geschlossen bleibt und man doch Verständnis haben soll.

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weitere Probleme mit der Post

Sehr häufig wechselnde Briefträger.
Häufig landen Briefe in fremden Briefkästen.
Immer häufiger kommen die Sendungen gar nicht beim Empfänger an.

Über die Probleme mit der Paketzustellung von DHL schreibe ich an dieser Stelle nichts, da die Berichterstattung über Probleme mit der DHL Zustellung einen eigenen Netzbeitrag verdient hat.

Keine Einsicht der Deutschen Post in Sicht

Gefühlsmäßig hat man den Eindruck, dass es von Jahr zu Jahr schlimmer wird. Der Unmut der Postkunden über die katastrophalen Zustände bleibt in der Filiale hängen. Die Post verpulvert die Gewinne lieber für Vorstände und Aktionäre, statt sich um die Kunden und die krassen Zustände in den Postfilialen zu kümmern.
Das Beispiel aus der Frankfurter Postfiliale (Saalburgalle) ist kein Einzelfall. Den anderen Postfilialen in Hamburg, Berlin, München, Köln usw. (in ganz Deutschland)geht es da nicht anders. Chronische Unterbesetzung herrscht in allen Post-Filialen und es ist keine Einsicht zur Besserung bei den Entscheidungsträgern in Sicht.

Man hat überspitzt formuliert die Mitarbeiterzahlen aus den 1980er Jahren so gelassen wie sie sind und will auf Kosten der Unternehmensgewinne, die um ein vielfaches gesteigerte Nachfrage nach Postdienstleistungen im 21. Jahrhundert bedienen. Ein wirklich krasses Missverhältnis. Die Deutsche Post braucht sich aber als quasi Monopolist nicht zu fürchten. Eine ernsthafte Konkurrenz ist nicht in Sicht.

Alternativen zur Deutschen Post / DHL

Wirkliche alltagstaugliche alternativen gibt es im Bereich der einfachen Postsendung nicht. Für Päckchen und Pakete gibt es Hermes, DPD, United Parcel Service (UPS) und einige andere Paketversender. Die gängigsten Anbieter für Privatpersonen sind Hermes und DPD. Diese stellen im Preis eine alternative dar. Der Service und die Abwicklung über diese Paketlieferdienste ist aber genauso schwach. Von den Problemen (Bezahlung, Arbeitsverhältnis usw.) mit den Paketboten ganz zu schweigen.

Für Postsendungen wie Briefe gibt es noch Postcon, die aber auf Großkunden und Geschäftskunden spezialisiert sind und keine Briefe von Privatpersonen transportieren.

Leider gibt es keine echte Alternative zur deutschen Post und man wird auch die nächsten Jahre nicht um die Deutsche Post und ihre Filialen herum kommen. Briefsendungen, Einschreiben, Post-Ident, Postfächer uvm. gibt es nur bei der Deutschen Post.


Netzbeitrag-Bewertung für die Deutsche Post-Filiale

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