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Schluss mit DVB-T | DVB-T2 – TV für mehr Lebensqualität

DVB-T
Heute wurde in weiten teilen Deutschlands DVB-T abgeschaltet. Die neue Empfangstechnik heißt jetzt DVB-T2. Die öffentlich-rechtlichen Programme werden auch unter DVB-T2 weiterhin frei empfangbar sein. Lediglich die Privatsender müssen dann mit 69 Euro im Jahr extra bezahlt werden. Das sind dann nochmal 5,75 Euro im Monat zusätzlich zu den bereits anfallenden GEZ-Gebühren in Höhe von 17,50 Euro.

Das sind aber nur die monatlichen Kosten. Wer noch ein altes TV-Gerät besitzt muss noch ein Empfangsgerät (DVB-T2 Box) für mindestens 50 Euro kaufen. Noch besser und darüber freut sich nicht nur der Staat sondern auch die Elektro-Industrie und der Handel, wenn der Zuschauer gleich ein neues TV-Gerät kauft. Der Handel wird die Möglichkeit der allgemeinen Verunsicherung nutzen und die Kunden zu einem TV-Naukauf beraten. Schmunzeln muss man natürlich über den in den Medien genannten Mehrwert eines TV-Neukaufs: man kann dann weiterhin alle Geräte mit einer Fernbedienung bedienen.

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Würde man es nicht besser wissen, müsste man hier von einer großangelegten staatlich organisierten Unterstützung für die Elektro-Industrie, den Handel und die Privatsender ausgehen. Der Bürger soll so schon mal an Pay-TV (Bezahlfernsehen) gewöhnt werden. Doch wer ist bereit, diese Zusatzkosten zu investieren um anschließend wieder Werbefernsehen mit Programmunterbrechungen zu sehen? Und genau diese kurzen Programmeinspieler sollen jetzt 69 Euro im Jahr kosten?

Die Rhein-Neckar-Zeitung schreibt zu den Gründen des Wechsels:

Warum erfolgt der Systemwechsel? Beim Wechsel von DVB-T zu DVB-T2 handelt es sich um eine Veränderung der technischen Standards für die digitale terrestrische Fernsehsignalübertragung und die Kompression von Bildinformationen. Dies führt dazu, dass mehr Programme in besserer Qualität über ein begrenztes Frequenzspektrum übertragen werden können. Nach Branchenangaben ist die Umstellung zum einen eine Reaktion auf eine Frequenzreduzierung durch den Staat, zum anderen entspricht sie den Zuschauerwünschen nach Übertragungen in höherer HD-Qualität.

Die privaten Sender haben sich schon länger darauf vorbereitet. RTL hat Deutschlands liebstes Kind an Land gezogen – Fußball. Das soll vermutlich das Zugpferd für die 69 Euro Jahresgebühr werden, da alle Nationalmannschaftsspiele über RTL ausgestrahlt werden. Soll man aber wirklich für etwas zahlen, das sich nicht mal mehr Nationalmannschaft nennt, sondern nur noch „Die Mannschaft“? Wer ist am spielen – „Die Mannschaft“! Ne Leute, das muss nicht sein. Im Gegenteil. Das könnte für die betroffenen sogar die einmalige Chance werden, dem Trash- und Werbefernsehen für immer den Rücken zu kehren. Damit steigt nicht nur die freie Zeit für andere, wichtigere Dinge, sondern gleichzeitig steigt auch die Lebensqualität, weil man nicht mehr mit dem Müll der Privatsender konfrontiert wird.

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Folgende Szenarien sind möglich: viele Zuschauer verfallen in Hektik und bezahlen die 69 Euro im Jahr um weiterhin Trash- und Werbefernsehen zu sehen. Dann kann man schon mal die Uhr danach stellen, wann es eine Erhöhung dieser Jahresgebühr geben wird. Es könnte aber auch sein, das sehr, sehr wenige Zuschauer die 69 Euro Jahresgebühr bezahlen wollen. Dann hätten sich die Sender selbst ein Bein gestellt, da somit nicht nur die Zuschauerzahlen sinken sondern auch die Werbeeinnahmen für die Programmübertragung. Auch hier kann man dann die Uhr danach stellen wann die Jahresgebühr gesenkt oder gar komplett gestrichen wird.

Es bleibt spannend wie der mündige Zuschauer sind entscheidet!

Wenn man keine Lust hat die 69 Euro zu bezahlen, bleiben diese öffentlich-rechtlichen Sender weiterhin frei empfangbar: Das Erste (ARD), ZDF, Arte, 3Sat, Kika, Phoenix, One, ZDFNeo, ZDF Info, Tagesschau24 sowie dritte Programme von WDR, MDR, NDR und SWR. Der Bayerische Rundfunk fehlt.

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