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Wie die Postbank ihre Kunden mit Kontogebühren verärgert

Postbank
Die Postbank hatte Anfang letzen Jahres angekündigt das kostenlose Girokonto einzustellen und zukünftig Kontoführungsgebühren zu erheben. Im August/September 2016 war es dann so weit. Die Postbank hat ein Schreiben an ihre Kunden verschickt, das sie nun Gebühren für die Girokonten erheben werde. Das Problem war, viele Konten hatten eine Zusatzklausel (dauerhaft kostenlos, dauerhaft befreit o.ä.) im Vertrag stehen der es der Postbank unmöglich machte, Kontoführungsgebühren für die betroffenen Konten zu erheben. Was folgte war ein heilloses durcheinander. Manche Girokonten dürfen kostenlos weitergeführt werden, andere Girokonten wollte man unter keinen umständen kostenlos weiterführen.

Postbank-Antwort auf Widerspruch

Widerspruch bei der Bank zwecklos

Ganz besonders betroffen, von dem durcheinander, waren die Kunden die der Kontoumstellung zum neuen Postbank Kontomodell und den Kontoführungsgebühren widersprochen hatten.

Kunden die der Girokonto-Umstellung widersprochen hatten wurden auch mit Schreiben gequält, man möge doch den beiliegenden „Widerruf des Widerspruchs“ unterschreiben und damit den neuen Girokonten mit Gebühren zustimmen. Das ganze Konte man dann noch kostenlos zurück an die Postbank schicken.

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Alleine schon die Hoffnung der Postbank, der Kunde hätte es sich zwischenzeitlich anders überlegt und würde aus heiterem Himmel seinen zuvor eingereichten Widerspruch zur Umstellung einfach so zurück ziehen, ist an lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten.

Gebühren trotz kostenloser Zusage

Es kam also nach weiteren Schreiben wie es kommen musste. Die Postbank konnte und wollte sich nicht mehr vor den „Verweigerern“ drücken und kündigte
alle Girokonten die der Umstellung zu den neuen Kontoführungsgebühren widersprochen hatten.

Postbank-Kündigungsschreiben

Im Prinzip wäre diese Geschichte ab hier zu Ende, aber diese Bank bleibt sich und ihrer merkwürdigen Geschäftsphilosophie treu. Einigen Postbank Kunden, wurde trotz kostenlosem Girokonto, eine Kontoführungsgebühr auf dem bereits gekündigten Konto in Rechnung gestellt.
Die wenigen Kunden denen vorher versprochen wurde, sie werden auch in Zukunft keine Kontoführungsgebühren für ihr Konto zahlen, betraf dies ebenfalls.

Damit fällt diese Finanzinstitut für mich als seriöser Finanzpartner, für eine unbestimmte Zeit, komplett raus. Solch ein Geschäftsgebaren werde ich und die betroffenen Kunden noch lange in Erinnerung behalten. Ich denke, die Postbank hat sich ihr Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit durch diese Aktion ganz schön ramponiert und ob sich die Einführung von Kontoführungsgebühren mittels der Brechstange gelohnt hat, bezweifle ich auch ganz stark.

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Postbankgebühr

Unter zweimaliger Aufforderung und Fristsetzung hat es dann nach etwa 6 Tagen geklappt und die Postbank hat die widerrechtlich erhobenen Kontogebühren wieder zurück erstattet.

Mal sehen, ob die Postbank nochmal die Girokonten mit unberechtigten Gebühren belastet oder nicht. Bis zur Kontoauflösung (01.03.2017) ist es noch ein wenig hin. Ich würde darauf keine Wette eingehen. Bei der Postbank ist alles möglich.

kostenlose Kontoführung bei der Postbank

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Wer nach diesem Theater glaubt, es gäbe in Zukunft bei der Postbank keine kostenlosen Girokonten, der irrt. Das ist nämlich der größte Kritikpunkt den sich dieses Finanzinstitut gefallen lassen muss. Die Postbank hat eine Zweiklassen-Kundschaft geschaffen. Besserverdiener mit hohem Einkommen und Studenten brauchen auch in Zukunft keine Kontoführungsgebühren zu zahlen. Alles was nicht in diese beide Kundengruppen fällt, muss in Zukunft Kontoführungsgebühren zahlen.

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Eine Antwort

  1. Mein Konto wurde wegen meines Widerspruches von der Postbank gekündigt. Trotzdem wurde für die letzten Monate Kontoführungsgebühr berechnet. Auf meine Proteste wurde nur ausweichend, später überhaupt nicht mehr reagiert. Es folgte meine offizielle Aufforderung mit Fristsetzung per Einschreiben. Daraufhin wurde dann nach einigen Wochen der frecherweise widerrechtlich einbehaltene Betrag erstattet. Meine Kosten für das Einschreiben musste ich mir allerdings noch über ein Ombudsverfahren wiederholen. Was für eine Geschäftsphilosophie!

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