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Ärzte verschreiben keine Massage auf Rezept

Ärzte verschreiben keine Massage auf Rezept

Viele Patienten haben das Problem, keine Massage verordnet zu bekommen. Was stattdessen sehr gern verschrieben wird ist die klassische Krankengymnastik (Physiotherapie). Die Ärzte argumentieren, das eine Massage ein reines Wellness-Produkt sei, Massagen haben keinen langfristigen Erfolg oder die Krankengymnastik (Physiotherapie) sei langfristig besser.

Die Aussagen sind so nicht ganz richtig. Bevor man mit der Krankengymnastik beginnt, sollten die Verspannungen und verhärteten Muskeln mit Massagen gelockert werden. Das wissen auch die Ärzte. Trotzdem werden oft falsche Äußerungen getätigt, um das Budget der Praxis nicht zu strapazieren. Auch sind viele Patienten der Meinung, das Massagen für Kassenpatienten gar nicht mehr auf Rezept verschrieben werden, da Massagen keine Kassenleistung sei, sondern Massagen nur noch auf Privatrezept zu bekommen sind. Die Ärzte sprechen das so natürlich nicht aus, vermitteln aber oft den Eindruck, als wären die Krankenkassen nicht bereit die Kosten für die Massagen zu übernehmen.

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Wir haben bei verschiedenen Krankenkassen nachgefragt und es ist durchaus möglich Massagen auf Rezept verschrieben zu bekommen. An den Kassenleistungen habe sich dahingehend nichts geändert.

Jetzt muss man nur einen Arzt finden, der auch gewillt ist Massagen bei entsprechender Diagnose zu verschreiben. Das dürfte das größte Problem sein.

Was muss ich dem Arzt sagen, damit er mir Massagen verschreibt?

Ehrlich währt am längsten. Wenn man Schmerzen oder Probleme hat, muss man diese bei seinem Arzt ansprechen und wenn es hart auf hart kommt, auf ein Massagerezept bestehen. Es gibt laut Krankenkassen keinen triftigen Grund diese Leistung, bei entsprechender Diagnose, zu verweigern.

Mögliche Gründe für eine Massage:

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  • Migräne
  • Stress
  • Innere Unruhe
  • Verspannung
  • Gelenkschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Probleme mit der Bandscheiben
  • Asthma
  • Bluthochdruck
  • Rheuma

Die Zuzahlung für Massagen beträgt derzeit zehn Prozent der Gesamtkosten der Massage (Leistung) zuzüglich zehn Euro je Verordnung. Wenn sie also auf einem Rezept sechs Massagen verordnet bekommen, beträgt die Zuzahlung zehn Prozent der Massagekosten sowie einmalig zehn Euro zusätzlich für die Verordnung der Massage.

Sollten sie einfach so eine Massage haben wollen, sprechen sie dies nicht bei ihrem Arzt an. Sie werden keine Massage einfach so verschrieben bekommen. Es bringt auch nichts eine Krankheit zu simulieren. Der Arzt bindet sich zeitlich weiter an ihre Untersuchung, obwohl ein wartender Patient deutlich dringendere Probleme haben könnte als sie. Gehen sie stattdessen einfach mal zu einem Masseur oder Masseuse ihrer Wahl und lassen sich beraten. Oft gibt es gute Neukundenangebote und die Kosten sind nicht viel höher, als die Zuzahlung für eine Massage auf Rezept.

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Netzbeitrag Empfehlung

Probieren sie mal eine Thai-Massage. Sie ist nicht teurer und dennoch intensiver als eine herkömmliche Massage. Einige sagen, sie sei nichts für Weicheier. Ob man die volle Kraft der kleinen zarten Finger zu spüren bekommen möchte oder sich lieber langsam steigert, muss jeder für sich entscheiden und kann mit der Masseuse abgesprochen werden. Eine Thai-Massage ist auf jeden Fall zu empfehlen. Für eine einfache Thai-Massage beginnen die Preise ab ca. 20 Euro je 30 Minuten.

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7 Antworten

  1. Es heißt Masseurin und nicht Masseuse. Die Masseuse ist die Damen, die mehr in den unteren Etagen des überwiegend männlichen Körpers arbeitet.

    Eine verärgerte Masseurin mit Staatsexamen vor der Bezirksregierung zu Koblenz

  2. So einfach ist es nun leider nicht. Die Ärzte dürfen nicht ohne Limit Behandlungen verordnen. Da gibt es Richtgrößen, also Höchstgrenzen. Liegt ein Arzt drüber, muss er einen Regress fürchten und wird dann ggf. zur Kasse gebeten. Da würde dann also der Arzt die Massage blechen. Das sich da natürlich Ärzte schützen ist verständlich. Im Zweifelsfall muss der Arzt jede Verordnung medizinisch begründen und wird dabei auf das Wirtschaftlichkeitsgebot hingewiesen. Da bei akuten Beschwerden laut Studienlage körperliche Aktivität genausoviel bringt wie eine Massage, wäre die Verordnung in diesem Fall unwirtschaftlich. Wirtschaftlich wäre der Hinweis des Arztes und die Motivation zum Sport. Bei chronischen Erkrankungen ist aktiven Maßnahmen vor passiven der Vorzug zu geben, da diese nachhaltiger wirken. Jedes Massagerezept für einen Patienten verhindert die Verordnung einer Krankengymnastik für einen Anderen, wenn der Arzt sein Limit schon überschritten hat. Daher finde ich den Hinweis unfair, eine Massage beim Arzt einfach so einzufordern und ihm dann den „Schwarzen Peter“ zuzuschieben. In diesem Zusammenhang finde ich es interessant, festzustellen, dass es zum Beispiel für Operationen keine Limits gibt und obwohl immer wieder betont wird, dass in Deutschland zu viel operiert wird sich daran nichts ändert. Wieviel Geld könnte man da sparen und wie viel mehr Massagen könnte man dann mehr verordnen. Es ist wohl ein Problem der Verteilung. Diese bestimmt nicht die Ärzte in der Praxis, sondern die Politiker und andere Menschen, die an den Schalthebeln sitzen.

    • Also mir stehen lt. KK Massage zu. Das ist erstmal Fakt. Was sollen mich da andere Leute scheren denen das gleiche Kontingent an Massagen zusteht. Da sind doch die Ärzte gefordert bei der KK mal tacheles zu reden. Wenn ich nun als Arzt 100 Patienten mit einem Rückleiden habe oder nur 3 ist doch ein Unterschied. Der eine schöpft sein Kontingent nicht aus der andere überzieht masslos. Das ist nicht richtig. Jeder sollte das Ihm zustehende Heilmittel lt. KK auch erhalten und nicht von der Wilkür der Ärzten abhängen. Es ist ja auch scheiß egal ob man nun mit Schmerzen lebt weil KG nichts bringt. Sondern erstmal die Muskeln enspannt und gelockert werden müssen.

  3. Was soll denn das Ärzten vorzuschreiben, wem Sie Massagen verschreiben müssen.
    Ich habe schwere Beschwerden und Bewegungseinschränkungen, da bekomme ich auch Massagen ohne Probleme und die helfen auch. Wenn jetzt jeder mal eine Massage will, ist es klar, dass die echten Bedürftigen dann zu kurz kommen mit 10 nur.

    Bei leichten Verspannungen ohne lange Krankengeschichte braucht man nicht unbedingt die Kasse zu belasten.
    Die zahlen ja nicht mal für Brille-Kontaktlinsen und dann hat man noch massive Zuzahlungen. Kleines Rezept mit der allergeringsten Menge – mindestens 5 Euro, früher immerhin mal 10 DM.
    Alles ist zudem noch so teuer geworden.

    Als Selbständiger zahlt man noch einen fetten Betrag, der nicht prozentual berechnet wird bei der lieben Pflichtkasse. Das ganze kann man asozial nennen.
    Eigentlich sollte jeder selber entscheiden dürfen, wieviel er für eine Krankenversicherung ausgeben will und kann. Selbständige zahlen unabhängig von Gewinn und Umsatz mindestens 300 Euro und das ist dann schon der Härtefall Tarif.

    Passieren tut da nichts, weil die Parteien hier Zuwenig Ungerechtigkeit sehen. Deshalb haben sehr viele Selbständige Schulden bei der nicht bezahlbaren Krankenkasse.

    So eine schleche Regierung gab es nicht mal zur Zeit der Leibeigenen, wobei sich ja bekanntlich auch nicht viel verändert hat.

    • Man sollte bei muskulären Beschwerden besser zu einer Masseurin gehen. Masseusen arbeiten in einem anderen Gewerbe.

    • Lieber Herr Kantor,
      ich habe MS und wäre sehr dankbar, wenn ich mal eine Massage bekäme. Bekomme ich aber nicht, weil es das Budget des Artes nicht zulässt. Aus diesem Grund habe ich im Netz nach Antworten gesucht.

      Es hat mich einfach nur etwas verärgert, dass Sie in Ihrem Beitrag schreiben, dass es kein Problem sei, als behinderter Mensch dies zu bekommen. Deshalb mein Einwurf.

  4. Vielleicht wären Massagen und Physiotherapie gleichzeitig ein guter Ansatz. Ich fände es gut, wenn die Menschen verschrieben bekämen, was ihnen ein Gefühl der Linderung gibt. Denn gerade Schmerzen sind sehr subjektive Empfindungen.

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